Beschreibung
Das Böker Arbolito Relincho ist ein klassisches Jagdmesser in Fulltang-Bauweise, die eine extrem hohe Stabilität liefert. Der zum Griffende spitz zulaufende Erl bietet eine hervorragende Ergonomie und eine stimmige Balance. Die Griffschalen werden aus klassischem Hirschhorn gefertigt, eine rote Fiberunterlage erzeugt einen dezenten Kontrast. Die fein ausgeschliffene Klinge besteht aus Böhler N695. Mit hochwertiger Steckscheide aus bestem argentinischem Rindsleder.
Warn- und Sicherheitshinweise:
- Schnittverletzungen: Die häufigste Gefahr bei der Verwendung von Messern ist das Risiko von Schnittverletzungen. Scharfe Klingen können schnell durch Haut und Gewebe dringen.
- Abrutschen des Messers: Ein unsachgemäßes oder zu starkes Drücken kann dazu führen, dass das Messer abrutscht und unkontrollierte Bewegungen entstehen, die Verletzungen verursachen können.
- Verletzungen durch Stürze: Messer sollten niemals ungesichert oder in der Nähe von Tischkanten abgelegt werden, um zu verhindern, dass sie herunterfallen und jemanden verletzen.
- Stumpfe Messer: Stumpfe Messer stellen ein größeres Verletzungsrisiko dar, da sie mehr Kraft erfordern und leichter abrutschen können. Messer sollten daher regelmäßig sachgemäß nachgeschärft werden.
- Nicht bestimmungsgemäße Nutzung: Das Verwenden eines Messers für Aufgaben, für die es nicht vorgesehen ist (z.B. als Hebelwerkzeug), kann nicht nur die Klinge beschädigen, sondern auch zu Unfällen führen.
Material Griff: Hirschhorn; Klinge: Stahl; Scheide: LederArtikelnummer:02BA303H-hornFarbe:hornAttributeGewicht in Gramm :172Gesamtlänge in cm:24Klingenlänge in cm:12,8Klingenstärke in mm:4,5Hirschhorn ist der Name eines aus dem Geweih von Hirschen gewonnen Materials, aus dem hochwertige Messergriffschalen hergestellt werden.
Material aus dem Geweih der Hirsche
Ein Geweih wird nur von männlichen Hirschen (Cerviden) ausgebildet. Im Gegensatz zum als Gehörn bezeichneten Kopfschmuck von Hornträgern wie Steinböcken, Gämsen und Ziegen (Boviden) besteht das Geweih nicht aus Horn, sondern aus Knochensubstanz. Hirschgeweihe werden von ihrem Träger während der Brunft im Rahmen des Imponierverhaltens beim Werben um weibliche Tiere eingesetzt sowie im Kampf mit männlichen Rivalen um das Paarungsvorrecht. Außerdem dient das Geweih zur Abwehr von Raubtieren. Das Geweih der Hirsche wird jährlich neu gebildet und abgeworfen.
Jährlich nachwachsendes „Naturprodukt“
Das Geweih wächst aus zwei zapfenförmigen Knochengebilden in der Stirn des Hirsches (den sogenannten Rosenstöcken). Es wird über eine kurze, behaarte Hautschicht, den Bast, mit Blut versorgt. Die Blutversorgung wird nach Abschluss der Wachstumsphase eingestellt, so dass das Geweih abstirbt. Den ausgetrockneten Bast scheuert der Hirsch an Bäumen und Büschen ab. Durch diesen Prozess dringen Pflanzensäfte in das Hirschgeweih ein und geben dem eigentlich weißen Geweih seine dunkle Färbung, die auch für das aus ihm gewonnene Hirschhorn charakteristisch ist. Im Herbst bildet sich zwischen dem Rosenstock und dem Geweih eine Trennfuge heraus, an welcher das Geweih wenig später abbricht. Bei dem Geweih, das für die Herstellung von Hirschhorn verwendet wird, handelt es sich daher in der Regel nicht um das Geweih während der Jagd erlegter Tiere.
Jedes Exemplar ein Unikat
Aus Hirschhorn wurden bereits vor Jahrtausenden zahlreiche Nutz- (wie etwa Pfeile, Beilklingen und Angelhaken) und Schmuckgegenstände hergestellt. Heute wird Hirschhorn außer für Griffschalen für Messer insbesondere auch für traditionelle Trachtenknöpfe verwendet. Eine Besonderheit von Messerschalen aus Hirschhorn ist ihre individuelle Form. Während sich Griffschalen aus Holz vor allem nach Maserung und Farbe unterscheiden, zeichnen sich Messergriffe aus Hirschhorn auch durch ihre ganz spezifische Oberflächenstruktur aus, was jedes Exemplar zu einem unverwechselbaren Unikat macht.Böhler ist eine Marke der Böhler-Uddeholm AG, eines international führenden Herstellers von Edel- und Werkzeugstählen mit Sitz in Wien, der auch Messerstähle produziert. Böhler verfügt über eine eigene Klassifizierung der von ihm produzierten Messerstähle.
Pulvermetallurgische Stähle von Böhler
Die von Böhler hergestellten pulvermetallurgischen Stähle werden unter den Bezeichnungen Böhler M390 Microclean, Böhler K294 Microclean und Böhler K390 Microclean vermarktet. Böhler M390 Microclean wurde für Messerklingen entwickelt, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit besitzen und zugleich sehr hart und abriebfest sein sollen. Es besitzt als Nebenbestandteile Chrom, Molybdän, Vanadium und Wolfram und erreicht Härtegrade von 60-62 HRC (Härte nach Rockwell). Klingen aus diesem Material sind sehr scharf und lassen sich hervorragend polieren. Böhler K294 Microclean (mit 10% Vanadium und 2,45% Karbon) ist sehr hart (63-64 HRC) und besitzt eine sehr hohe Schnittfestigkeit, die nur noch vom Böhler K390 Microclean (9% Vanadium sowie Wolfram und Kobalt) übertroffen wird (64-65 HRC).
Konventionell hergestellte Böhler-Stähle
Die von Böhler konventionell produzierten Stähle sind Böhler N690 und Böhler N695. Böhler N690 (der auch gerne als N690Co bezeichnet wird) ist nach Angaben des Unternehmens „unser bester konventionell hergestellter Edelstahl“. Ihm werden Chrom und Vanadium für bessere Schnitthaltigkeit und Kobalt und Karbon für höhere Härtegrade hinzugegeben. Je nach Verwendung wird er typischerweise in Härtegraden von 58-60 HRC hergestellt. Böhler N695 hingegen ist ein klassischer Chromstahl, der Härte (etwa 57-59 HRC), Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit verbindet. Böhler N680 ist ein speziellerer rostfreier Stahl, dem zur besseren Beständigkeit gegen Korrosion (insbesondere in Salzwasser) nicht nur Chrom und Molybdän, sondern auch Nitrogen (Stickstoff) beigefügt wird. Er zeichnet sich durch eine sehr gute Schärfe und hervorragende Schnitthaltigkeit aus. Dieser Stahl besitzt Härten von 56-58 HRC.
Weitere Messerstähle
Neben den genannten wichtigsten Stahlsorten produziert Böhler auch noch weitere Messerstähle. Zu beachten ist, dass Böhler international – also außerhalb des deutschsprachigen Raumes – oft als „Bohler“ vermarktet wird, was auch für die Bezeichnungen der einzelnen Böhler-Stähle gilt.




