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Artikelnummer: SKPME7016XV Kategorie:

Beschreibung

Das Böker Plus Shade überzeugt als besonders leichtes Taschenmesser mit kompakter Größe und einer modernen gradlinigen Formsprache. Die kugelgelagerte Klinge wird aus D2 gefertigt und ist mit einer feinen Längssatinierung versehen. Sie wird per Flipper geöffnet und von einem Linerlock sicher arretiert. Um möglichst viel Gewicht einzusparen, wird auf die vordere Platine verzichtet und der Flipper mit einer Aussparung versehen. Trotz seiner kompakten Abmaße liegt der Griff aus texturiertem G10 dank der ergonomischen Fingermulden sehr angenehm in der Hand. Mit Clip (Tip-up) und hochwertigem Nylon-Etui zur Aufbewahrung. Material Griff: Kunststoff; Klinge: Stahl; Etui: NylonArtikelnummer:01BO240-schwarzFarbe:schwarzAttributeGewicht in Gramm :46Gesamtlänge in cm:17,5Klingenlänge in cm:7,6Klingenstärke in mm:2,8Bei G-10 handelt es sich um einen sogenannten glasfaserverstärkten Kunststoff (kurz GFK), der in der Messerproduktion vor allem für Griffe, aber auch für Klingen und sogar für ganze Messer verwendet wird.
Hightech in der Messerproduktion
G-10 ist als glasfaserverstärkter Kunststoff ein Verbundwerkstoff. Dabei handelt es sich um Werkstoffe, die aus mindestens zwei Ausgangsmaterialien bestehen. Die Besonderheit von Verbundwerkstoffen ist, dass die Ausgangsmaterialien in dem aus ihnen entstehenden Verbundwerkstoff als eigenständige Strukturen erhalten bleiben. Sie bewahren daher auch ihre je ganz eigenen chemischen und physikalischen Eigenschaften. Verbundwerkstoffe zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Werkstoffen generell dadurch aus, dass sie leichter und belastbarer sind. Verwendung fanden sie daher zunächst vor allem in denjenigen Produktionsbereichen, in denen es in besonderem Maße auf die Vermeidung von Gewicht ankommt, wie zum Beispiel im Flugzeug- und Rennwagenbau. Seit einigen Jahren werden sie vermehrt auch für ausgesuchte andere Produkte verwendet, darunter auch für Messer.
Ausgangsmaterialien Glasfasern und Kunstharz
Die für G-10 verwendeten Ausgangsmaterialien sind Glasfasern und Epoxidharz. Glasfasern werden gewonnen, indem Glas geschmolzen und aus der Schmelzmasse feine Fäden gezogen werden. Glasfasern besitzen eine hohe Resistenz gegen chemische Materialien und physische Einwirkungen und sind daher sehr witterungs- und alterungsbeständig. Sie sind zudem unbrennbar. Schließlich besitzen Glasfasern ein hohes sogenanntes Elastizitätsmodul, das heißt, sie sind vergleichsweise stabil. Epoxidharz ist ein Kunstharz, der zu einem Kunststoff gehärtet werden kann. Nach dem Härten ist Epoxidharz äußerst fest, zugleich aber wesentlich leichter als Metalle mit vergleichbaren Eigenschaften.
Stabil, widerstandsfähig und doch leicht
Zur Herstellung von G-10 werden Glasfasermatrixen, also gewebte Strukturen aus Glasfasern, in die Epoxidharzmasse eingegeben, mit dieser geformt, und dann gehärtet. Durch das Härten werden die Glasfasermatten fest mit dem Epoxidharz verbunden. Der daraus resultierende Faser-Kunststoff-Verbund verdankt seine Stabilität und Widerstandsfähigkeit den Glasfasern, und seine Leichtigkeit dem Epoxidharz. Aus G-10 gefertigte Griffe, Klingen oder ganze Messer sind häufig schwarz oder anthrazitfarben, wobei Griffe aus diesem Material zumeist eine raue Oberfläche besitzen.Beim „Liner-Lock“ (alternative Schreibweise: Linerlock) handelt es sich um einen Verschlussmechanismus, die vor allem bei Einhandmessern Verwendung findet. Messer, die mit dieser Mechanik ausgestattet sind, werden daher auch Liner-Lock-Messer genannt.
Der Mechanismus, der zweimal erfunden wurde
Der Liner-Lock wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts in den USA erfunden und dort im Jahr 1906 auch patentiert. Diese frühe Version des Liner-Locks ließ sich jedoch noch nicht mit einer Hand öffnen. Das erste einhändig bedienbare Liner-Lock-Messer wurde erst entwickelt, nachdem das Patent für die ursprüngliche Version des Liner-Locks ausgelaufen war. Konzipiert wurde das einhändig zu bedienende Liner-Lock-Messer von Michael Walker, einem amerikanischen Messermacher. Er brachte den zunächst auch „Walker Linerlock“ genannten verbesserten Liner-Lock in den 1980er Jahren auf den Markt.
Separate Verschlussplatine
Die Besonderheit des Liner-Locks ist, dass sich zwischen den Griffschalen eine separate Platine befindet, mit deren Hilfe die Klinge arretiert oder freigegeben wird, und die für den Liner-Lock-Mechanismus namensgebend war. Denn Platine bedeutet auf English „liner“ und Verschluss „lock“, ein Liner-Lock ist also ein „Platinen-Verschluss“. Die Platine ist leicht nach innen gebogen. Sie ragt im vorderen Bereich leicht über die Unterseite der Griffschalen hinaus, so dass sie von außen bedient werden kann. Die Platine eines Liner-Locks ist üblicherweise aus sehr hartem Metall wie zum Beispiel Edelstahl oder Titan gefertigt, da sie die Klinge auch bei starkem Druck zuverlässig zurückhalten soll.
Einhändig zu bedienen
Der Liner-Lock-Mechanismus funktioniert wie folgt: Bei geschlossener Klinge wird die Platine von der eingeklappten Klinge zur Seite gedrückt. Wird die Klinge ausgeklappt, gibt sie den Raum für die nach innen drängende Platine frei, die unter dem Klingenende einrastet und die Klinge dadurch arretiert. Um die Klinge wieder zu entriegeln, muss die Platine manuell zur Seite bewegt werden, so dass sie die Klinge freigibt und eingeklappt werden kann. Bei den modernen, seit den 1980er Jahren gebräuchlichen Liner-Locks kann dieser Vorgang einhändig ausgeführt werden, was zur weiten Verbreitung dieses Verschlussmechanismus geführt hat.

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